Kanuübung im Rhein

Bei erfrischenden Temperaturen starteten wir frühmorgens mit unserer Übung im Alpenrhein. Bewappnet mit 3 Kanus im Schlepptau fuhren wir nach Balzers zu unserem altbewährten Einstiegplatz, von dem aus wir praktisch über die Böschung in den Rhein hinunter steigen konnten. Bislang waren wir es gewohnt, die Kanus von Hand aufzupumpen, doch um im Ernstfall schneller zu sein, liess sich unser Armin was Geniales einfallen. Er besorgte eine Vorrichtung, mit der es möglich war, die Kanus mit unseren Luftflaschen aufzufüllen. Diese Idee hat sich bestens bewährt, denn in nur wenigen Minuten waren alle Kanus mit Luft aufgepumpt und startklar für unsere Abenteuerreise. Da wir den Rhein schon mehrfach befahren haben, war es für uns nichts neues, dass das Thema Sicherheit an oberster Stelle stehen musste. Und so instruierte uns Thomas, wie wir die Strecke abzufahren haben. Ganz nach dem Motto „Wir führen das Kanu und nicht das Kanu uns“. Wir starteten mit drei Wasserteams und einer Landtruppe. Die Landtruppe folgte zu unserer Sicherheit direkt auf dem Rheindamm. Auch wenn der Rhein an so manchen Stellen unscheinbar und ungefährlich scheint, so durften wir die Brückenpfeiler nicht unterschätzen. Bei mittlerweile blauem Himmel, Sonnenschein und herrlichen Temperaturen machten wir auf halbem Weg einen Zwischenstopp und gingen an Land, um uns zu stärken. Wer glaubt, die Wassermenge und Geschwindigkeit des Rheins würde einem innert kurzer Zeit ins Unterland abtreiben, der irrt, denn an Stellen, wo der Rhein breiter ist, musste doch kräftig gepaddelt werden. Gestärkt gingen wir die 2. Etappe an. Immer im Wissen, sich möglichst weit weg von den Brückenpfeilern fern zu halten ging es Richtung Unterland. Unsere diesjährige Erfahrung hat gezeigt, dass auch uns trotz ausführlichem Briefing und Warnungen seitens unseres Ausbildungsleiters Missgeschicke passieren können. Eine Sekunde nicht konzentriert und schon war es geschehen. Ein Malheur, das zum Glück glimpfig ausgegangen ist. Ein Ausbildungstag, den wir so schnell nicht vergessen werden.

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