Wasserrettung im Einsatz

Wasserrettung im Einsatz

7. April 2014
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Die Wasserrettung Liechtenstein unterstützt die Landespolizei im Einsatz! Es waren 17 Wasserretter im Einsatz!

Quelle: Liechtensteiner Vaterland

Grosse Suchaktion nach Hermann in Ruggell

In Balzers ist es am Montagmorgen zu einem Tötungsdelikt gekommen. Ein 48-jähriger Bankier wurde gegen 7.30 Uhr in der Tiefgarage seiner Bank von Ex-Fondsmanager Jürgen Hermann erschossen. Das Fluchtauto wurde am Mittag in Ruggell entdeckt. Hermann selbst war allerdings am späteren Nachmittag immer noch auf der Flucht.

Balzers. – Um 12.30 Uhr wurde in Ruggell das Fluchtauto von Jürgen Hermann aufgefunden. Es stand sauber parkiert in der Nähe des Vereinshauses oberhalb des Ruggeller Sportplatzes. Die Polizei sei mit einem grösseren Aufgebot sowie Spürhunden vor Ort, hiess es weiter. Bei der Kanalmündung in den Rhein wurde in einem Waldstreifen die Jacke des Schützen gefunden. Ebenso fand die Polizei einen Autoschlüssel sowie einige verbrannte Dokumente. Wie die Polizei weiter mitteilte, werde das Gebiet grossflächig mit Polizisten, Suchhunden sowie Helikoptern nach dem Tatverdächtigen abgesucht. Später kam auch die Wasserrettung zum Einsatz, die den Rheindamm absuchte. Das Gebiet «Ruggeller Riet/Bangser Feld» sollte derzeit gemieden werden, um die polizeiliche Fahndung nicht zu beeinträchtigen.

In Tiefgarage erschossen

Hermann muss nach Informationen von «Vaterland Online» dem Opfer in die Tiefgarage gefolgt sein, als dieses nach 7 Uhr zur Arbeit kam. Gleich beim Aussteigen kam es danach zur Schiesserei. Derzeit steht die gesamte Landespolizei wegen des Falles im Einsatz. Auch das Institut für Gerichtsmedizin in St.Gallen und die Stadtpolizei Zürich sind eingeschaltet. Die Landespolizei teilte mit, der Täter sei bewaffnet und gefährlich.

«Robin Hood von Liechtenstein»

Der 58-jährige Hermann ist eine schillernde Person im Fürstentum. Der ehemalige Erfinder führt seit Jahren einen Kampf gegen Banken und das politische Establishment. Hermann macht Banken und den liechtensteinischen Staat für seinen Ruin als Fondsmanager verantwortlich. Erst am vergangenen Freitag hatte er wieder Mails verschickt, in denen er den Kleinstaat als «Fürstendumm Scheissenstein» bezeichnete.

Schadenersatzklagen

Das Land verklagte er vor ein paar Jahren auf 200 Millionen Franken Schadenersatz, angeblich deshalb, weil die Finanzmarktaufsicht seine Gesellschaft und ihre Fonds unter Beobachtung (Monitoring) stellte. Beim Opfer handelt es sich um Bankchef Jürgen Frick, wie «Vaterland Online» aus informierten Kreisen erfuhr. Die Bluttat geschah in der Tiefgarage der Bank Frick. Diese Bank war früher die Depotbank für den Anlageefonds des mutmasslichen Täters. Auch sie wurde von Hermann auf Schadenersatz in Höhe von 33 Millionen Franken eingeklagt.

Homepage aktualisiert

Am Montagnachmittag hatte Hermann auch seine Internetseite aktualisiert. Statt der Schilderung seiner 200-Millionen-Klage prangt nun nur noch der Schriftzug «catch me if you can – dead or alive» auf der Seite. Ob und zu welchem Zeitpunkt Hermann diese Änderung vogenommen hat, bleibt abzuklären. Weitere Informationen zum Tötungsdelikt hat die Landespolizei auf 16 Uhr angekündigt, wenn sie in Vaduz eine Medienkonferenz abhalten will. (sda/manu/ach/bfs/dv)